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"Ich bin der Präsident von Eritrea"


Heute ist die Aufnahmeklasse der Sekundarschule Hirschengraben im JULL. Von früh bis spät haben Luwam, Terhas, Senait, Merry, Judy, Axmed, Lemlem, Nasri, Yordanos, Merih, Fkadu, Teklom, Tekali, Mielat und Effrem geschrieben, gelesen - und am Mittag bei Martina im Kaffeehaus zur Weltkugel gegessen. Die Themen lauteten zum Beispiel "Ferien in der Schweiz" und "Alles gelogen". Schreibcoaches: Johanna, Richard. Soundcoach: Julian. Stagecoach: Irene. Schulcoach: Jan und Sabine.

Hier ein Auszug aus den entstandenen Texten:

«Wir sagen immer die Wahrheit»

Merih: Ich habe ein Auto. Ich habe ein Schiff. Ich habe zwei Kinder. Ich kann fünf Sprachen. Ich kann Gitarre spielen. Meine Frau hat wunderschöne Haare.

Effrem:

Ich habe eine sehr schöne Frau. Wir haben 2 Kinder. Ihr Name ist Tina und Marc. Tina ist 3 Jahre alt. Marc ist 1 Jahr alt. Ich habe ein Auto (automatik). Ich habe ein Flugzeug und kann damit fliegen. Ich fliege nach Deutschland und Italien und in alle anderen Staaten. Das geht aber nur in den Ferien. Denn ich bin Lehrer. Ich bin Lehrer für Tigrinia. Ich komme aus England. Mein Name ist John.

Axmed:

Ich heisse Oliver. Ich möchte schreiben. In der ersten Ferienwoche habe ich viele Geschichten geschrieben. In der zweiten Ferienwoche habe ich viele Filme geschaut und lange Stunden Fussball gespielt. In der dritten Ferienwoche bin zu Hause geblieben und habe lange geschlafen. Ich habe keine Ostereier gemacht. Weil ich zu müde bin. Manchmal bin ich in den Park gegangen. Dann waren meine Ferien fertig. Schade, schade, schade.

Warum sind die Ferien fertig? Ich schreibe irgendwas, irgendwas, irgendwas.

Nasri:

My name is Nasri. Ich muss aufstehen. Ich möchte drei Tage schlafen. I go to school. Ich möchte Musik hören. Ich muss sprechen. Ich möchte Auto fahren. Ich muss schreiben. Ich schreibe: Kuchen kaufen Essen laufen gehen sehen schwimmen singen schwarz weiss Zürich Schweiz.

Fkadu:

Ihr seid aus Afrika. Ich bin aus England. Ich bin Ronaldo. Wir sind Madrid. Ich habe keinen Namen. Aber ich habe 5 Kinder. Ich bin 100 Jahre alt. Ich laufe in den Himmel.

Ich bin Arit. Ich bin Fakdu. Ich sage die Wahrheit.

Tekali:

Ich habe ein Auto. Aber ich habe keinen Fuss.

Ich habe einen Zug. Aber ich habe keinen Ball.

Ich habe drei Frauen. Ich habe keine Mutter. Ich habe drei Augen. Ich habe keinen Vater. Ich habe 2 Jahre geschlafen.

Ich bin William. Ich bin aus Amerika. Ich bin der Präsident von Eritrea.

Judy und Teklum:

Im Bahnhof gibt es Leute, die geben dir gratis ein Auto. Auf der Bahnhofstrasse siehst du nur Gold. Am Central gibt es gratis Uhren. In der Langstrasse gibt es eine gratis Schlägerei.

Wir gehen zum See. Wir rauchen Shisha. Apfel-Aroma. Am See hat es Elefanten. Die fliegen in der Luft. Am See hat es Affen. Die sprechen Italienisch. Am See hat es Leute mit vier Füssen. Am See hat es einen Hund. Der kann kiffen.

In der Schweiz ist kiffen erlaubt. Auf der Bahnhofstrasse gibt es gratis Uhren. Auf der Bahnhofstrasse gibt es gratis Gold.

Wir laufen den ganzen Tag nackt auf der Strasse. Wir geniessen das Leben.


JULL Junges Literaturlabor, 

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