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O wie OP. Oder wie Örlikon.


Aus Aleksas Geschichte

Ich war allein mit dem Mädchen. Sie sagte zu mir: „Aha, du findest mich also hübsch und nett?“

Sie hatte alles mitgehört. Ich wurde knallrot.

Ich sagte: „Äääääähm, ja.“

Sie lachte und fragte: „Wie heisst du denn?“

Ich sagte: „Aleksa.“

Sie sagte: „Schöner Name. Woher kommt er?“

Ich sagte: „Aus Serbien. Und wie heisst du?“

Sie sagte: „Jamie.“

Ich sagte: „Schöner Name. Woher kommt er?“

Sie sagte: „Aus Örlikon.“

(Fortsetzung folgt.)

Aus Nicolas' Geschichte

Mein Wochenende war gut. Am Freitag hatten wir ein Schulfest, das hat mir sehr gefallen. Ich habe sogar länger bleiben können als meine Eltern. Und als um 10 Uhr das Schulfest zu Ende war, holte mich ein Taxi ab.

Nur: als ich zuhause angekommen war, merkte ich, dass ich mein Handy im Taxi vergessen hatte. Und leider war das Taxi schon weg. (Fortsetzung folgt.)

Aus Tims Geschichte

Tim: Vor zwei Wochen hatte ich eine OP. Ein OP steht für Operation. Sie haben in die Mitte meiner Füsse geschnitten, aber das hat nicht weh gemacht. Aleksa: Wie war es nach der OP? Tim: Es tat mir weh an beiden Füssen, am Montag und am Dienstag. Am Mittwoch tat es nicht mehr weg, darum ging ich wieder in die Schule.

Aleksa: Wie lange musst du den Gips tragen? Tim: Nächste Woche bekomme ich einen neuen, wieder für zwei Wochen. Am 17. Oktober gehe ich zur Reha nach Affoltern am Albis. Und am 20. Dezember gehe ich in die Ferien.

Aleksa: Wohin? Tim: Nach Johannesburg! Aleksa: Wo ist das? Tim: In Afrika. Aleksa: Ich dachte in Deutschland, wegen dem Namen.

Tim: Nein. Ich fliege am 20. Dezember ab und komme am 21. Dezember an.

Aleksa: Wie ist es so in Johannesburg? Tim: Wir haben ein Haus. Es ist gross. Aleksa: Grösser als unsere Schule? Tim: Das weiss ich nicht. Herr Reich: Hast du ein eigenes Zimmer? Tim: Jup. Aber wenn die Grosseltern da sind, schläft mein Bruder bei mir. Ich habe ein Kingsize Bett. Aleksa: Was hat es sonst noch Interessantes? Tim: Auf meinem Kissen hat es einen Elefanten. Aleksa: Das reimt sich. Herr Reich: Genau. Aleksa: Wie viele Menschen wohnen Johannesburg? Tim: Keine Ahnung. Herr Reich: Gibt es bei euch im Garten Tiger? Tim: Nein, aber es gibt schon Tiere, zum Beispiel: Elefanten, Kudus oder Giraffen oder Affen. Aleksa: Das reimt sich.

Herr Reich: Genau. Ich hätte noch eine Frage… Tim: Nein, jetzt ist fertig. Ich will nach Hause. (Fortsetzung folgt.) Projekt Nr. 64 (Tag 3). Schule für Körper- und Mehrfachbehinderte, Zürich, Klasse 15+ (Flurina Hallauer, Fredi Murbach) mit Richard Reich und Ruth Schweikert. Bild: Quartierverein Seebach,


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