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"Es fühlt sich so komisch an, so warm, glitschig, und es bewegt sich!"


Fünfter Schreibtag in HaA. Das letzte Mal hat die Klasse die Schlacht vom 11. Oktober 1531, den 2. Kappelerkrieg, neu imaginiert, erfunden. Diesmal geht es um eine Story, die Hardcore-Reformierten peinlich sein muss: die Legende von Zwinglis Herzen. Es soll am Morgen nach der Schlacht unversehrt gefunden worden sein in der Asche des Feuers, das den Körper des Reformators restlos zum Verschwinden bringen sollte - eine klassische Reliquien-Geschichte also, katholischer geht's nicht.

Die dazugehörgie Schreibaufgabe: Denkt euch eure eigene Geschichte aus zu diesem sagenhaften Herz!

Hier ein paar Sätze, welche den Schreibenden selber am besten gefallen haben:

Noé: "Es fühlt sich so komisch an, so warm, glitschig und es bewegt sich!"

Bahar: "Da riecht es komisch, es riecht ..., es riecht nach Asche, sie läuft weiter und versucht möglichst nicht über Asche zu laufen, dann sieht sie eine große Steinplatte, eine rechteckige graue Steinplatte, die lang und breit genug ist für eine Person."

Bernadette: "Es ranken sich viele Gerüchte um das Herz, das am Morgen nach der Schlacht aufgetaucht ist."

Adrian: "Seine Frau wartete mit dem Traktor."

Nina: "Lassen wir es hier?“, fragt einer. „Wir können doch nicht ein ganzes Herz einfach so liegen lassen.“, erwidert der andere.

Maurice: "Nachdem die Katholiken 5:1 gewonnen haben, wollen sie noch in Hausen schauen, was so los ist."

Sven: "Doch sie hatten eine Idee, sie nahmen drei Leichen aus einem Loch und konnten so den Stein bis auf die Kuppel rollen."

Gabriel: "Er nimmt das Herz heraus, macht ein Feuer und er kocht es."

Miriam: "Die Kohlen glühten noch wie der Gedanke an die verlorenen Freunde und die verlorene Schlacht."

Irene Coradi (Lehrerin): "Doris sieht in den Wolken so glücklich aus."

Yves Danioth (Lehrer): "Gott ist traurig."

Miriam: "Die Kohlen glühten noch wie der Gedanke an die verlorenen Freunde und an die verlorene Schlacht ."

Soraia: "Jetzt von wem ist das Herz nun: von Zwingli oder von Joaquin??"

Noemi: "Doch als er das Kind sah und wie fröhlich und unschuldig es mit dem herrenlosen Herz umging, bemerkte er, dass es gar keine Rolle spielte, wie edel, oder heilig das Herz war, sondern dass man denjenigen vergeben musste, die es am meisten brauchten."

Projekt 73 - Reformations-Novellen - Klasse 2.2 Sekundarschule Hausen a/A (Lehrerin: Irene Coradi). Schreibcoach: Richard Reich. Gefördert und im Rahmen von ZH-REFORMATION (Foto: RR)


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