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"halb Wald halb Wohnhäuser - ein einziger grosser Kompromiss" Weimarer Tagebücher (Nachträ


Am letzten Tag ihrer Reise besuchte die Reisegruppe der Atelierschule den Frankfurter «Main Tower» und hatte das Vergnügen, die Metropole aus 200 Metern Höhe zu betrachten. Schreibauftrag: Ein Essay zum Thema «Frankfurt: Eine moderne Stadt?» oder zur Altstadt Frankfurts und deren Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg.

Anton Nikitin 20.06.2019

Alt oder neu? Gross oder klein?Wenn ich mir eine Stadt anschaue wie Frankfurt, da frage ich mich schon, wieso habt ihr es nicht wieder aufgebaut? Doch auf der anderen Seite mag ich auch die moderne Architektur. Gebäude wie das Guggenheim oder Vertikal halb Wald halb Wohnhäuser. Grossstädte haben die Pflicht, die Kultur der Umgebung wiederzugeben und Lösungen für das Globale zu finden. Beide Punkte hat Frankfurt nicht. Eine Altstadt, die überschaubarer ist als die Zürcher Altstadt, und ein Konstrukt von einer pseudo Skycity, künstlich aufgezogen in den letzten 20 Jahren.

Frankfurt, die Stadt, ist ein einziger, grosser Kompromiss und wirkt ein wenig auf mich, als ob die Stadt selber nicht weiss, was es jetzt ist. Kultur oder Wirtschaft? Geschichtsträchtig oder Spiegel unsere Jahrhunderts?

Vielleicht sollte aber eine Stadt auch so sein. Ein chaotisches Zusammenleben von Neu und Alt. Wieso nicht ein Gebäude, das dem Kubismus entwich, neben einer Jugendstilvilla? Obs schlecht oder gut ist, kommt ganz auf die Perspektive an.

Projekt 113 - "Weimarer Reise-Journal" Jugendliche der Atelierschule Zürich schreiben auf ihrer Reise nach Weimar. Schreibcoach: Selma Matter (ehemals Mitglied der JULL Stadtbeobachter*innen).


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