Das Eichhörnchen und das Weihnachtsgeschenk



Das kleine Eichhörnchen

von Ella 9 Jahre


Es schneite und ich stapfte durch den tiefen Schnee. Ich wollte zu meiner kleinen Hütte im Wald. Da konnte ich immer gut nachdenken. Als ich endlich ankam, hörte ich feine magische Musik aus der Hütte. Aber als ich hineinsah, war niemand da. Wahrscheinlich spielte mein Kopf verrückt. Doch jetzt hörte ich sie wieder ganz nah. Als ich hochblickte, wunderte ich mich. Ein Eichhörnchen sass auf meinem Klavier und spielte die zarte Musik. Ich holte es herunter, und es kuschelte sich ein. Ich richtete ihm ein Bett her und legte es hinein. Als es aufwachte, wurden wir beide neugierig und befreundeten uns.



Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk

von Nina 10 Jahre


Es war ein wunderschöner Dezember Morgen. Genau der zwanzigste. Es war erst acht Uhr morgens doch Hannah, Lisa, Sarah und Sofia ritten schon im freien Galopp über die verschneiten Felder um den Lakeside-Hof herum. Die eisig kalte Winterluft peitschte ihnen ins Gesicht und zerzauste ihre Haare. Sie ritten auf den Peppertree-Wald zu der perfekt zu der Winterlandschaft um sie herum passte. Storm, Cayenne, Mistery und Blossom wussten genau wohin es ging. Bei einem Feld auf dem im Sommer immer viele Gänseblümchen wuchsen fingen die Pferde an zu bremsen und fielen in den Trab. Sie hielten weiter auf den Wald zu und plötzlich wurde ein schmaler Pfad sichtbar. Die Pferde gingen automatisch in den Schritt über. Sie ritten den Pfad entlang immer weiter bis der weg einen Knick machte und sie auf eine Lichtung traten auf der ein Wohnwagen stand. Sie brachten ihre Pferde zu einem Unterstand und banden sie an. Sie rannten zum Wohnwagen und betraten ihn. Drin setzten sich alle auf eine blaue Couch. „Hey Lisa. Hast du wieder Kakao für uns dabei " fragte Hannah. „Also bitte! Haltest du mich für dumm?!" Lisa lachte, und die anderen Mädchen stimmten mit ein. „Heute ist es unter null Grad Celsius. Da kann ein heisser Kakao nur guttun."


„Jaa!!" Lisa gab allen eine Tasse voll Kakao. „Wollen wir zu Ahrun helfen gehen?" „Ja klar! Der kann immer unsere Hilfe brauchen." Antwortete Sarah. „Hey Leute. Mama und Papa haben erfahren, dass Ahrun ein Pferd bekommen hat das sehr wild ist" „Da können wir bestimmt helfen." „Reiten wir doch gleich los" „Ja Lisa" „Ab auf die Pferde!"

Die Mädchen nahmen nicht einen wirklichen Weg, sondern ritten geradewegs durch das Dickicht. Immer wieder sprangen die Pferde über Hecken und Baumstämme. Dann endlich kamen sie auf der anderen Seite des Waldes heraus nach Hazelwood. Sie nahmen einen Weg der neben den Strassen durch führte und noch besser direkt zu Ahrun. Dort angekommen versorgten sie zuerst die Pferde und klopften dann an Ahrun's Tür. Ahrun öffnete sie und sagte: „Ach Mädchen. Ich mache gerade Tee, wollt ihr auch welchen? " „Aber sicher!" „Dann setzt euch doch schon mal in die Küche. Edith ist auch da." „Danke Ahrun" Die Mädchen laufen in die Küche und wie Ahrun sagte sass Edith schon da. „Hallo Mädchen. Ja, ihr wisst sicher schon was los ist. Ihr wisst ja immer Bescheid." „Ja. Wir wollen helfen." Da kam Ahrun in die Küche. „Das ist aber lieb von euch. Aber ich glaube, dass ihr mir nicht helfen könnt." Die Mädchen schwiegen. Sie schauten sich vielsagend an. „Aber Ahrun, können wir das Pferd wenigstens sehen?" „Naja. Ich bezweifle, dass das schaden kann, also ja Lisa." „Jippie!" Sie folgten Ahrun aufgeregt.

Sie blieben vor einer Pferdeboxe stehen. Drin stand ein Pferd das sich ängstlich gegen die Wand presste. „Das arme. Das muss ja richtig verängstigt sein!“ Sarah sah schockiert aus, auch die anderen Mädchen machte dieser Anblick traurig.

Wieder auf dem Hof brachten sie sofort ihre Pferde in den Stall. „Storm hat richtig geschwitzt, Hannah. Ist das bei Cayenne auch so?“ „ Ja, wir sind ziemlich schnell galoppiert und haben dabei unsere Pferde ziemlich angestrengt.“ Sofias Stimme erklingt aus der Nebenboxe: „Ziehen wir ihnen doch einfach die Abschwitz-Decken an.“ Sie laufen zum Haus. Im Wohnzimmer sitzt Mia, Hannahs kleine Schwester. Caroline und Olivers Stimmen kommen von oben. „Hannah, weisst du über was sie reden?“ „So in etwa. Wir stecken in Geldproblemen. Wegen Corona bekommen wir weniger Kunden, das heisst auch weniger Geld. Mia und ich sollten das nicht wissen und das weiss ich, weil ich bei ihnen mal die Worte: Wir sollten ihnen nichts sagen da sie doch dann helfen wollen würden, aber dabei können sie nicht helfen. Aufgeschnappt habe. Es muss schlimm sein und ich will helfen aber das geht nicht.“ „Aber Hannah. Vielleicht muss es ja so kommen, dass wir helfen.“ Versuchte es Sarah. „Vielleicht.“ Still wie sonst nie sassen die Mädchen mit den belegten Broten die ihnen Mrs Kramer zum Mittagessen gegeben hat und dem Nachtisch, Mrs Kramers wundervoller Apfelkuchen auf dem Dachboden und assen.


Irgendwann hielt es Lisa nicht mehr aus. „Hört mal. Wenn wir etwas unternehmen wollen müssen wir uns überlegen was wir unternehmen." Die Anderen nickten. „Also was wollen wir tun?" „Danke Sarah." „Okay ich helfe auch" „Danke auch an Hannah." „Und wie ich erst dabei bin." Sie schmiedeten sofort einen Plan der lautete: Wir machen alle Freizeitjobs bei denen wir möglichst viel Geld verdienen, und kratzen möglichst viel Taschengeld zusammen. Mehr fiel ihnen noch nicht ein. „Ich will mal Tom fragen ob er auch noch irgendwie Hilfe brauchen kann." „Sarah!!"

Sie ritten trotz dem zum Café. Dort schlenderten sie ein bisschen herum und liefen schliesslich auf Tom zu. Tom war ein bisschen überrascht die Mädchen hier im Winter anzutreffen. „Na, was macht ihr hier? Wollt ihr nach einer extra schweren Reitstunde in der überdachten Reithalle fragen?" Er lachte „Oder wollt ihr einen heissen Kakao und frische Muffins, oder doch lieber Weihnachtskekse." Die Mädchen mussten ebenfalls lachen. „Alles tönt gut Tom, aber wir wollten dich etwas anderes fragen." „Wollt ihr zu euren ausritten mit Storm, Mistery, Blossom und Cayenne auch noch Pino mitnehmen. Als Handpferd?!" „Haha. Wir wollten fragen ob wir dir irgendwie helfen können. Egal mit was." Tom schien zu überlegen. „Tom! Los sag schon." „Das ist nicht so einfach. Es gibt im Café Diebstähle. Wir also Emily und ich wollen wissen wer das war." „Also. Zusammengefasst sucht ihr einen Dieb der im Café klaut. Und was klaut der denn so?" „Verschiedenes."

Tom seufzte tief. "Er klaut nicht nur Essen sondern auch Geld, Schlüssel und das schlimmste: Pferde die hinten im Unterstand stehen." "Oh! Das ist viel schrecklicher als wir gedacht haben. Irgendwelche Abdrücke?" "Nein der Dieb trägt anscheinend Handschuhe und Verwischt Fussspuren."

Hannah, Lisa, Sofia und Sarah reiten niedergeschlagen nach Lakeside zurück. Es wird schon dunkel obwohl es erst fünf Uhr abends ist. "Hey hört mal." Was ist Sofia?" "Wir wollen doch Ahrun helfen oder?" "Klar wollen wir das stimmen die anderen ihr zu. "Er lässt uns ja nicht zu diesem Pferd hin, also ..." "Du hast recht!" Sagte Lisa mit einem fiesen grinsen auf den Lippen. "Wir müssen heute Nacht zu seiner Tier-Auffang-Station und dieses Pferd genauer ansehen." "Meinst du das ist nötig?" Hannah zweifelte offensichtlich an diesem Plan. "Ja Hannah. Und du wirst die Tierärztin sein die das Pferd untersucht." "Ich?! Ich kann das doch gar nicht!" Klar kannst du das!" Protestierte Sarah. "Sofia wird das Pferd beruhigen. Wenn wir ihm näher stehen kannst du es auch putzen. Und du Sarah. Du fütterst das Pferd, hältst es fest, wenn wir etwas machen und führst es herum." "Ich?!" Ja du Sarah." Meint Hannah. Sofia sieht noch etwas komisch drein. "Ja was machst du denn Lisa? Ich meine Hannah ist die Tierärztin, ich übernehme Fellpfege und beruhigen, Sarah ist für für die Fütterung und für führen verantwortlich und du hast nichts." "Ach. Ich werde das Pferd mit dem Sattel bekannt machen und es ausbilden." "Ja das passt zu dir."


Angeregt unterhalten sich die vier und überlegen wie sie was machen. Da fällt Hannah auf: „Hey schaut mal auf die Uhr! Es ist schon halb sieben. Wir müssen in die Küche, es gibt gleich Abendessen. Hungrig eilen die vier die Treppen vom Dachboden bis in die Küche hinunter und setzen sich an den Esstisch. Da kamen Mr und Ms Kramer in die Küche, sie sprachen über diese ganze Sache mit zu wenig Geld und als Ms Kramer die Mädchen bemerkte machte sie keinen Ton mehr. Mr Kramer wurde auch still. „Wieso sprecht ihr nicht einfach mir Mia und mir!" Schrie Hannah ihre Eltern an. "Von was sprichst du?" Versuchte es Mr Kramer. „Du weißt es. Von euren Geldproblemen!" “Ja Schätzchen weisst du. Das ist nicht einfach." „Ich weiss es schon ziemlich lange und weiss in was für einer Lage ihr seid." Alle schwiegen. Ms Kramer holte die Suppe vom Herd und verteilte sie. Nun war den Mädchen der Hunger vergangenen. Alle hatten den Löffel in der Suppe und rührten darin herum, aber niemand ass wirklich. Da kam Mia, Hannahs kleine Schwester herein, machte ein verwundertes Gesicht und fragte: „Was macht ihr denn für Gesichter?"

Niemand antwortete ihr. „Okay. Dann esse ich einfach meine Suppe und warte bis ihr es mir sagt." Mia setzte sich und ass. Wieder sprach Niemand. Alle waren ruhig, schon fast unerträglich still. Nach dem Abendessen zogen sich die Mädchen in die Scheune zurück in der sie heute Nacht "schlafen" durften. Allesamt legten sich ins Heu und lauschten den vielen Geräuschen um sie herum.

„Hey. Es tut mir leid wegen dem vor dem Abendessen. Ich hätte so tun sollen als ob wir nichts wüssten und nichts von diesem Gespräch gehört hätten, oder noch besser es ignorieren und danach einfach so tun als hätte es nie stattgefunden." Kurz schwiegen sie nochmal. Dann wollte Sarah die Stimmung heben und sagte: „Freuen wir uns doch auf das Pferd das wir heute Nacht besuchen werden." Wir nickten. „Aber wisst ihr noch wie komisch Ahrun an diesem Tag war? Er hat zu uns gesagt: Ich denke, dass ihr mir nicht helfen könnt. Das passt einfach nicht zu ihm." „Es muss ihm grosse Schwierigkeiten machen." „Hey Mädels." „Ja Sofia?" "Ich denke wir könnten schon früher los wandern. Ich meine wir haben ja so oder so lange, deswegen sollten wir ein bisschen früher loslaufen als geplant.

Der Weg war erschwert da sie nichts sahen und es richtig dunkel war. Sie erreichten die Tier-Auffang-Station aber unversehrt. Sie schlichen sich in den Stall zur Boxe des Pferdes. Sofia streckte dem Pferd die Hand hin und das Pferd schnuppert neugierig daran. Sofia holt ein bisschen Hafer aus ihrer Hosentasche und hält ihn dem Pferd hin. Es frisst den Hafer gierig. „Sarah.“ Flüsterte sie. „Ja? Was ist?“ „Streck ihm auch die Hand hin" „Okay “ Sarah streckte dem Pferd auch eine Hand voll Hafer hin. Auch bei Sarah frass das Pferd gut. Sofias Blick fiel auf einen gefüllten Futtertrog der nicht angerührt schien. „Na. Willst du was fressen?“ Sie öffnete die Stalltüre und lief zum Futtertrog. Sie streckte dem Pferd eine Hand voll Futter hin, aber als es probierte zog es den Kopf zurück. „Magst du dieses Futter nicht?“ Und an Sarah gewandt sagte sie: „Ich hole anderes Futter aus der Futterkammer und bringe es dir.“ Und schon ist sie in der Stallgasse verschwunden. Hannah und Lisa hielten den Atem an. Zuerst musste das Pferd Sarah und Sofia kennenlernen. Dann Hannah, weil sie das Pferd ja untersuchen musste. Lisa wusste, dass es noch dauern würde bis sie etwas mit diesem Pferd machen konnte. Sie liess sich nicht anmerken, dass sie auch wirklich sehr gerne auch beim Pferd vorne stehen und sich mit ihm vertraut machen würde. Jetzt hiess es für sie aber warten. Nach ca. zwei Minuten erschien Sofias Silhouette in der Finsternis. Sie trug einen grossen Kessel voll mit Futter. Sie reichte ihn Sarah die dem Pferd als erstes eine Hand voll mit diesem Futter hinstreckte. Es schien ihm zu schmecken. Sofia hatte an alles gedacht und reichte Sarah noch einen leeren Kessel für das falsche Futter. Sarah leerte das falsche Futter in den Kessel und das richtige in den Futtertrog. Den vollen und den leeren Kessel gab sie auch gleich wieder heraus. Das Pferd vergrub seine Nüstern gierig im Futtertrog. Lisa wagte sich endlich etwas zu sagen. „Wie heisst er denn?“ „Er? Woher willst du denn wissen, dass es ein Hengst ist?“ „Naja. Da als ihr kurz durch das Café gelaufen seid, weil ihr nach Emily sehen wolltet bin ich oben bei Tom geblieben und habe ihn zu diesem mysteriösen Pferd befragt. Er wusste, dass es sich um einen zwei jährigen Hengst handelt. Nun. Mit seinem dunklen Fell das so schattenfarbig ist und den dunkel dunkel braunen Augen sieht er für mich wie ein Shadow aus.“ „Ja. Du hast recht Lisa.“ Der Hengst horchte bei dem Namen Shadow auf. „Er scheint diesen Namen zu mögen.“

Sarah streckte die Fingerspitzen in das Wasser von Shadow. „Oh nein! Sein Wasser ist viel zu warm.“ Sie wechselten sein Wasser und er trank zufrieden davon. Sarah lief zu ihm. Sie hatte eine Bürste in der Hand und putzte ihn. Sie holte. Noch einen Striegel und striegelte ihn kräftig durch.

Eine Stunde später lagen die vier müde in ihren Schlafsäcken und hörten den Geräuschen von draussen zu.

Als sie gerade so schön schliefen am Morgen wurden sie von Mia geweckt: „Hey ihr Siebenschläfer! Es ist schon zehn Uhr morgens und es gäbe eigentlich schon lange Frühstück aber ihr schlaft ja noch!“ „Mia! Gestern waren wir richtig lange wach und sind jetzt müde.“ Widerwillig standen die Mädchen auf. Sie liefen direkt zum Wohnhaus und dort wollten sie nicht einmal in Hannas Zimmer, sondern setzten sich gleich an den Esstisch. Da kam Ms Kramer aus dem Wohnzimmer. Sie hatte einen mit Bagels beladenen Teller in der Einen und Frühstücksmarmelade in der anderen Hand.

„Na da kommen ja unsere Langschläfer.“ „Ach Mama“ Jeder bekam einen Bagel und Frühstücksmarmelade. Das Frühstück schmeckte ihnen wunderbar. Sie beschlossen nach dem Frühstück zu Ahrun zu reiten.

Dort sass er verwirrt vor seinem Haus und dachte nach. „Hey Ahrun! Was machst du denn für ein komisches Gesicht? Du siehst aus als ob das neue Pferd sich selbst versorgt hätte.“ „Hat es ja irgendwie auch.“ „Wie kommst du denn auf den Gedanken? Aber können wir es mal ansehen?“ Lisa war als erste bei Shadows Boxe. Überraschenderweise erkannte er sie und lief erfreut auf sie zu.


Er rieb seinen Kopf an ihrer Schulter. Als er zurück trat wieherte er hungrig. Während Lisa ihn fütterte fragte sie: „Darf ich ihm einen Namen geben?“ „Wenn alle einverstanden sind...“ Die Mädchen nickten. „Ich nenne ihn Shadow.“ Er horchte bei dem Namen auf und tänzelte in seiner Boxe hin und her. Alle lachten da Shadow dieser Name gefiel. Ahrun sah jetzt wie, dass Shadow auf die Mädchen hörte als Lisa ihn im Longierzirkel longierte. Er benahm sich und machte was auch immer Lisa sagte. „Lisa. Hast du schon mal etwas mit ihm gemacht, dass er dir so gut gehorcht?“ „Nein.“ Ahrun redete danach noch mit Lisa. Als sie zurück kam strahlte sie über das ganze Gesicht. Sie erzählte ihren Freundinnen, dass Ahrun ihr Shadow geschenkt hat. „Ein frühes Weihnachtsgeschenk.“ Sie ritten zum Café.

Tom erzählte ihnen, dass er jeder also Hannah, Lisa, Sarah und Sofia je fünfzig € geben würde, wenn sie es schaffen würden den Dieb zu fassen. Heute war der einundzwanzigster Dezember und er wartete bis zum zweiundzwanzigsten Dezember, dann meldet er es der Polizei ernsthaft. Er hat es schon einmal gemeldet, hat aber gesagt, dass man sich, wenn es nichts Wichtigeres zu tun hat, mal anschauen sollte. Sie setzten sich fest in den Kopf diesen Dieb zu fangen. Es würde Tom helfen und sie könnten diese zweihundert € Mr und Ms Kramer schenken. Das wäre eine win win Situation. Sie machten sich sofort an die Arbeit. Sie suchten als erstes nach Fingerabdrücken. Sie fanden welche die nicht zu Tom, Emily, Hannah, Sarah, Sofia, Lisa oder den Leuten die in letzter Zeit hier waren passten. Aber wie sollten sie herausfinden zu wem sie gehörten.


Sie entschieden eine Kamera, oder besser gleich mehrere im Café anzubringen und mit Lisas Handy zu überwachen. Sie konnten auch zurück und sich die Videoaufnahmen nochmal ansehen.

Sie blieben die ganze Nacht wach und starrten auf Lisas Handy. Plötzlich, um ein Uhr morgens bewegte sich etwas auf der Kamera. Sie schauten genau hin. Da zischte Sofia verärgert: „Ist das nicht Jimmy Michaels?!“ Es war Jimmy. Sie brüteten sofort einen Plan aus. Sie wollten ein paar Sachen von Jimmy nach identischen Fingerabdrücken untersuchen. „Jetzt müssen wir langsam schlafen. Wir haben gesehen was wir wollen.“ Sofia hatte einfach Recht. Alle schliefen mit Jimmys Schuldbeweis im Kopf ein. Am nächsten Morgen waren sie trotz der Tatsache, dass sie sehr spät eingeschlafen sind sehr früh wach, nämlich um sechs Uhr am zweiundzwanzigsten Dezember. Sie rannten in die Küche vorbei an Mia, Oliver und Caroline Kramer, Hannahs ganze Familie war schon wach. Auf dem Weg hat Sarah Tom noch angerufen, dass sie einen Verdacht haben und heute noch herausfinden werden wer es war. In der Küche stand ein Teller voll Bestrichener Brötchen. Jede verschlang in einer Minute ihr Brötchen. Als sie los reiten wollten rief Oliver Kramer sie nochmals zurück. „Tori ist heute schon sehr früh reiten gegangen und hat ihr Handy hier vergessen.“ Die Mädchen nutzen die Chance aus und machten sich sofort auf den Weg zum Grundstück der Familie Michaels. Dort war die Türe nicht verschlossen und keiner zu Hause. Kameras gab es hier nicht, nur Wachleute. Denen konnte man gut aus dem Weg gehen. Man wurde also nicht erwischt. Sie schlichen durch das Haus. „Wartet hier.“ Flüsterte Lisa. Sie war die sportlichste der vier. Sie verschwand in Toris Zimmer und kam kurz darauf wieder zurück. Sie hielt einen Klebeband-Streifen in der Hand. Sie gab ihn den anderen und verschwand im Elternschlafzimmer. Auch von dort kam sie mit Fingerabdrücken zurück. Mit Jimmys Zimmer dasselbe. „Jetzt aber raus hier.“

Im geheimen Wohnwagen verglichen sie die Fingerabdrücke. „Der vom Café sieht aus wie der von Mr Michaels. Aber ein paar andere ähneln sehr denen von Mrs Michaels. Wir müssen mit den Beweisen sofort ins Café und Tom Bescheid sagen.“

Dort angekommen erzählten sie Tom alles. Zuerst fand er es furchtbar, dass sie bei den Michaels' eingebrochen sind. Danach war er aber erleichtert, dass er wusste wer es war.

Sie meldeten es der Polizei. Die wollten es ihnen einfach nicht glauben. Irgendwann war Lisa so ungeduldig, dass sie ihr Handy hervorholte und Jimmys Einbruch im Café zeigte. Auch die Michaels waren jetzt eingetroffen. Caroline, Oliver und Mia Kramer waren ebenfalls sofort hergekommen. Emily war auch schon im Café. Mia musste sie nur noch aus dem Keller holen. Alle starrten die Mädchen an. Lisa war die Einzige, die jetzt kein komisches Gefühl im Bauch hatte. Sie sagte:„ Wir konnten nicht einfach tatenlos zusehen wie Tom, unser Reitlehrer in Schwierigkeiten kommt. Uns hat es eben dann auch interessiert und das hat uns dazu verleitet Kameras aufzustellen und mit meinem Handy alles zu überprüfen!“


Lisa holte tief Luft und sprach dann weiter. „Es passiert momentan auch alles. Wir wollten auch dieses Geld, dass Tom uns geben wollte, wenn wir dieses Rätsel lösen. Wir wollten diese rund zweihundert € an Mr und Ms Kramer weitergeben, weil sie doch in Geldproblemen sind. Wir lieben diesen Hof und alles drum herum.“ Ein Polizist schien eine Frage zu haben und stellte sie dann auch. „Auf der Tier-Auffang-Station von einem gewissen Ahrun Shah ist auch etwas Sonderbares passiert. Steckt ihr dahinter?“ Nun wollte auch Hannah etwas sagen: „Wir wollten Shadow ein bisschen zähmen, weil er Ahrun Probleme gemacht hat. Wir wollten helfen. Wir waren bei drei Fällen am Werk. Mehr ist es nicht. Nur diese Angelegenheiten waren uns wichtig. Für uns zählen Freunde. Wir würden alles auf der Welt für Tom, Emily, Ahrun, Mia, meine Familie, viele andere und sogar der Familie Michaels würden wir helfen. Wir würden alles geben, auch wenn wir nicht allzu viel besitzen.“ Diese Texte brannten sich in die Seelen der umstehenden ein. Ein paar, zum Beispiel Caroline Kramer fingen an zu weinen, weil es sehr schön war was sie gesagt haben. Es war sehr tiefgründig.

Sie wurden fürs erste in Ruhe gelassen.

Nun musste die Polizei übernehmen.

Das Leben gab den Mädchen eine Zitrone. In dieser Nacht machte keine auch nur ein Auge zu. Am Morgen kam die Polizei. Sie wollten Tori mitnehmen. Sie rannten zu Tori. Sie öffneten Princess', Toris Pferd die Stalltür. Sie wussten, dass sie Tori beschützen würde.


Der Polizist war überrascht und sprang weg. Tori schaute sich um und sah Sarah die noch immer mit ihren Händen, deren Fingerknöchel schon weiss waren die Stalltür umklammerte. Sie lächelte. Da kam Sofia angeritten. Sie sass auf Blossom. Ihre Andalusier Stute preschte vorwärts. Sie ritt ein bisschen langsamer auf Tori zu und zog sie beim vorbeireiten auf ihr Pferd. Sie beschleunigte so sehr, dass sie wahrscheinlich jedes Pferderennen gewonnen hätte. Die anderen drei wussten wohin sie ritt. An den einzigen sicheren Ort den es hier gab. Auch Lisa wollte mit. Und schon waren sie und Storm weg. Hannah und Sarah blieben noch kurz auf dem Hof und ritten danach sofort den anderen nach. Als sie alle im Wohnwagen sassen erklärten sie Tori alles: „Das ist unser Geheimversteck das du ja schon lange mal finden wolltest. Wir sind hier her geritten, weil wir uns sicher sind dass du hier sicher bist.“ Tori war noch immer völlig verwirrt. „Wieso habt ihr mich gerettet? Ihr mögt mich doch gar nicht“ Hannah versuchte es ihr zu erklären was ja gar nicht so einfach war. „Hör mal Tori, was wir beim Café gesagt haben stimmt auch. Wir helfen auch deiner Familie in Notsituationen. Sie wollten ja zu erst dich holen. Das bedeutet, dass sie jetzt dich suchen...“ „Was ist dann mit Mama, Papa und Jimmy?!.“ „Ganz ruhig. Die wollen wir gerade holen.“ Hannah hatte auch noch etwas zu sagen: „Ich werde Princess holen. Du musst hier in Sicherheit bleiben.“

Gesagt getan. Eine halbe Stunde später waren alle wieder da. Hannah mit Princess, Sarah mit Mrs Michaels, Sofia mit Mr Michaels und Lisa mit Jimmy Michaels.


Alle Michaels staunten nicht schlecht über die unerwartete Rettungsaktion. Lisa stand einfach mit den Worten: „Ich möchte mich mit den Polizisten unterhalten “ auf. Schon war sie weg. Als sie wieder zurück kam sagte sie: „Wenn wir alle wieder kommen werden auch Sarah, Sofia, Hannah und ich bestraft. Zum Glück habe ich zu erst im Wohnhaus eine Essensration für eine Woche geholt. Bei mir war niemand zu Hause und deswegen konnte ich da noch eine Ration für zwei Wochen besorgen. Und es reicht drei Wochen für uns alle.“ „Was ist mit den Pferden?“ fragte Hannah sofort. „Die können sich hier auch von Wurzeln, Blättert die sie noch auf dem Boden finden und ungefrorenen Bächen ernähren. Und übrigens haben wir noch mindestens zehn volle Futtersäcke.“ Sie assen still ihre Mahlzeit. Es war komisch zu wissen, dass sie nicht wieder zurückkonnten. Die vier wollten mit ihren Pferden einen Ausritt machen und da wollte Tori dann mitkommen. Sie sagte draussen, dass sie es nicht aushalten könne mit ihren Eltern und ihrem Bruder allein zu sein.

„Tori scheint ziemlich hart getroffen worden zu sein. Ich denke, dass sie auch schon wusste, dass ihre Familie stiehlt. Wir sollten in der nächsten Zeit netter zu ihr sein.“ „Hannah, das sind aber mal ganz neue Töne von dir.“ Freute sich Sarah. Zu aller Erstaunen weinte Tori nach dem Ausritt und sass da wie ein Häufchen elend. Aber was noch erstaunlicher war, war dass Lisa zu ihr hin ging und einen Arm um Tori legte. Sie tröstete Tori mit den beruhigendsten und besten Worten die man je von ihr gehört hatte.

Danach redeten Tori und Lisa während sie Storm, Lisas Hannoveraner Wallach der sich schon wieder im Dreck gewälzt hatte putzten und streichelten. Sie kannten Tori so gar nicht. Sie lächelte wieder und ihre Kleidung war mit Matsch bedeckt. Normalerweise wäre sie ausgeflippt, doch jetzt war ihr das egal.


Alle sassen wieder im Wohnwagen, nur Tori nicht. Sie putzte auch noch Hannahs Quarterhorse Wallach Cayenne, Sofias Andalusier Stute Blossom und Sarahs Araber Stute Mistery. Als sie auch kam war sie unbeschreiblich schmutzig, aber sie schien glücklicher und zufriedener als je zuvor.

Eine Woche ist vergangen.

Alles war anders, Tori lächelte sehr oft, freute sich für andere und war sehr gut befreundet mit dem Horse Club, also Sarah, Hannah, Sofia und Lisa. Sofia fragte sie „Wieso bist du immer so nett zu uns und auch plötzlich so glücklich?“ „Ich glaube es liegt daran, dass Lisa mir erklärt hat, dass euch Allen Freundschaft sehr wichtig ist und dass sie sehr gerne auch mit mir befreundet wäre aber es bisher einfach so ausgesehen hätte, dass ich das nicht will.“ Sofia machte keinen Ton mehr. Das war schon viel Tiefgründiger als sie es bei Tori für möglich gehalten hätte.

Draussen war wunderschönes Wetter und Weihnachten schon längst vorbei. Es war der dreissigste Dezember.

Eine Woche später am Sechsten Januar als die fünf Mädchen zusammen auf einem Ausritt waren hörten sie plötzlich Stimmen... ...Stimmen Von Caroline und Oliver Kramer. Sie sprachen noch mit einer anderen Person. Diese Person bedrohte sie damit, dass der Hof ihnen weggenommen werden würde da sie nicht einmal Geld hatten und auf fünf Kinder aufpassen konnten sie anscheinend auch nicht. Da tat Tori etwas was gar nicht zu ihr passte. Sie ritt auf die Lichtung und sagte: „Sie können nichts dafür. Genauso wenig wie Hannah, Lisa, Sarah und Sofia, die mich gerettet haben. Sie haben mich und meine Familie in Sicherheit gebracht mit ihrem grossen Herz.“ Alle starrten sie an als wäre sie gerade in einem Ufo aus dem All gekommen. Als erstes mal ihr Aussehen. So hat sie siech noch nie schmutzig gemacht, und sie hat sich Kleidung von Sarah geliehen, weil diese Kleider zu ihr passten. Das war das eine, das andere war ihre Rede. Diese Rede war extrem herzlich von ihr. Das hatte auch noch nie jemand gesehen oder gehört.

„Die ganze Familie Kramer hat ein wunderbares Herz. Alle hier. Und ich sage das nicht weil es irgendwie nett tönt, sondern weil ich es so meine.“ Sie wendete Princess und ritt in Richtung blauer See davon. Sobald wie möglich ritten ihr Hannah, Lisa, Sarah und Sofia nach. Sie fanden Tori beim kleinen Wasserfall. Sie starrte ins Wasser und schien sich etwas zu überlegen.

„Hey Tori!“ Sie drehte sich um und lächelte. „Was du vorhin getan hast war echt super. Du bist wirklich zu einem besseren Menschen geworden und nämlich zu einem sehr guten. Es bedeutet uns allen viel, dass du dich nach diesen zwei Wochen schon so für uns alle einsetzt.“


Hannah, Lisa, Sarah und Sofia setzten sich neben sie und alle sahen sich bloss an. Das genügte ihren allen schon. Da stand Tori auf und lief zu einem Baum. Darauf war ein Blatt geheftet worden. Fünf Mädchen, ein Junge, eine Frau und ein Mann. Hannah Kramer, Lisa Fernandes, Sarah, Sofia Turner, Jimmy Michaels, Tori Michaels, Mr Michaels und Mrs Michaels. Darunter war ein Foto das zeigte wie Sofia und Tori auf Blossom weg reiten. Ein weiteres auf dem Hannah, Lisa und Sarah bei Princess Stall stehen und Lisa gerade losrennen will. Noch ein Foto von der Familie Michaels, auf dem Tori nicht drauf ist. Sie riss das Blatt weg. Lisa fragte: „Fühlst du dich ein bisschen besser?“ „Ja. Weil ich jetzt weiss, dass ihr wirklich gute Freunde seid und dass ihr wisst, dass ihr mir wichtig seid.“ Sie ritten in ein spannendes Gespräch vertieft zum Wohnwagen zurück.

Einen Tag später am siebten Januar sagte Tori: „Wir müssen zurück nach Hause reiten.“ „Wieso? Das ist doch nicht dein ernst?!“ Sagte Mr Michaels nervös. „Wir werden überall gesucht! Ich will auch gar nicht, dass der Wohnwagen meiner Freundinnen gefunden wird. Also wer kommt mit?“ Sofort waren die Pferde gesattelt und gezäumt. Alle waren bereit. Jimmy ritt mit Mrs Michaels auf Princess, Mr Michaels sass bei Sofia hinten drauf und Tori bei Hannah. Als sie auf den Hof ritten waren da mehrere Polizisten, Oliver und Caroline Kramer standen mitten auf den Hof und schienen sich gegen die Polizisten zu wehren. Als sie die Mädchen mit den Michaels' sahen waren sie sehr verwirrt. Hannah ritt bis ganz vor die Polizisten und bremste ihr Pferd Cayenne im letzten Moment ab. Das war eine Western-Übung da sie mit einer Hand die Zügel los liess. Es war echt cool wie Hannah da stiend und nun Tori von Cayennes Rücken glitt. Jimmy und Mrs Michaels stiegen von Princess und Mr Michaels stieg sehr ungeschickt von Blossom ab.


Ein paar Stunden später war alles geklärt. Tom wollte den Mädchen dieses Geld dann noch geben, damit die es an Mr und Ms Kramer weitergeben können.

Am Abend feierten sie alle zusammen Weihnachten. Ahrun bestand darauf, dass die Mädchen sich ein Tier aussuchen dürfen, ausser Lisa die ihren neuen Hengst Shadow an diesem Nachmittag noch ausgiebig gepflegt hatte. Hannah bekam einen Golden Retriver Welpe den sie Lucky nannte, Sarah ein Stutfohlen, dass sie Amber nannte, Amber war Eine kleine Fuchsstute und Sofia bekam ein Kätzchen, dass sie Lilly nannte. Sie bekamen auch noch meue Sättel. An diesem Abend waren alle sehr glücklich.


Happy

End





Geschrieben im Schreibstrom-Club von Svenja Herrmann.


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