Konflikt zwischen zwei Dörfern

 

 

Ein paar Sätze und Ausschnitte - aus Rümlang

 

(...)

Eines Tages aber brach ein grosser Konflikt zwischen den beiden Dörfern aus. Die beiden Dörfer hatten zwar schon sehr lange Konflikte. Angefangen schon nur damit, dass R immer sagte, es sei besser und O auch immer sagte, es sei besser. Also eigentlich völlig unnötig, weil das niemals zu einem Ende führen konnte. Es gab viele Geschichten darüber, wie sich die beiden Dörfer immer schon gestritten hatten. 

(...) 

Das Schlimmste dann aber war der Mord. Die Leiche wurde im Maisfeld versteckt und dort gefunden. Darauf beschuldigten sich die Dörfer gegenseitig. Und aufgrund des Konfliktes beschlossen die Leute der Dörfer, sich gegenseitig nicht mehr sehen zu wollen. Vielleicht aber begann der Konflikt auch mit der alten Frau, die einen halben Kanacken anspuckte, worauf einer von vier Jugendlichen sie ausnockte und ihr Portemonnaie auseinandernahm. Darauf gab es am Zentralbahnhof eine riesige Razzia, denn die alte Frau war die Tochter eines reichen Mannes, der das Dorf im Untergrund beherrschte. Er hiess Mohamet Mustafa. Niemand wusste genau, wieso er so viel Geld hatte, aber insgeheim vermuteten viele, dass er das Geld durch illegalen Drogenhandel machte. Mohamet beeinflusste auch wichtige Politiker. Ebenso kursierte das Gerücht, er sei mit Pablo Escobar verwandt. Mohamet also fand heraus, dass der Jugendliche, der seine Tochter ausgenockt hatte, aus O kam. Die Zwischenfälle häuften sich mehr und mehr. Also beschloss der reiche Mohamet, eine Mauer zu errichten. Und die Leute der beiden Dörfer begannen mit dem Mauerbau. Die Gemeinde finanzierte die Mauer. Jeder Bewohner musste 1000 Franken beitragen. 

(...)

Die Bauleitung machte der Bauleiter T, er wohnte ziemlich bescheiden in einer 3 ½ Wohnung in O. Er wohnte noch nicht lange da. Niemand wusste, woher er gekommen war. Er hatte vom Streit zwischen R und O mitbekommen. Also hatte er den Plan gemacht, noch mehr Streit auszulösen und anzuzetteln, damit er den Millionenauftrag erhielt und die Mauer fertig bauen konnte. Denn die Mauer würde einen Millionenumsatz bedeuten. Der Plan des Bauleiters war, danach nach Kuba auszuwandern, um dort eine ganze Insel für sich zu kaufen, eine Villa mit Pool, Sauna und vielem mehr, und natürlich wollte er dorthin mit seiner Frau. 

(...)

Die Zeit verging und die Mauer stand schon seit 6 Monaten. Bruno vermisste Maria und Thomas. Er suchte nach einem toten Winkel bei der Mauer und grub dort einen Tunnel. Den Tunnel verdeckte er mit einem Holz und legte Erde drauf und Blätter und Stecken. So war er nicht mehr sichtbar, ausser man wusste, dass es einen Tunnel gab. Bruno ging oft zur Mauer und blieb dort am Rand sitzen. Als er eines Tages dort so sass, kam ihm seine Liebesgeschichte so deutlich wieder in den Sinn. Und er wusste, dass er was tun musste. Grade als er wieder weggehen wollte, hörte er jemanden weinen. Bruno begriff, dass es Maria war, seine Freundin. 

Bruno : "Maria, ich bins."

Da hörte er, wie sie aufhörte zu weinen und er sah auf einmal, wie ein zusammengeklappter Zettel durch ein Loch in der Mauer durchgeschoben wurde. Er machte den Zettel auf. Drauf stand:

 

Hallo Bruno

Wie geht es dir? Mir geht es nicht so gut. Ich vermisse dich. Meine Mutter lässt mich nicht mehr raus. Ich komme jeden Tag hierher und weine. Hoffentlich sehen wir uns bald. Lg Maria.

 

Bruno konnte es nicht fassen.

(...)

 

***

 

 

 

Projekt Nr. 104 - Schulhausroman / JULL-Roman. Klasse B3a (Lehrerin: Aylin Schneider), Sekundarschule Rümlang-Oberglatt. Schreiboach: Renata Burckhardt.

 

 

 

 

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