Da kann sie brüllen, wie sie will!



Loredana Strauss hat nun wirklich ein Problem: Sie sitzt im Knast, bloss weil sie mal wieder recht haben musste und weil sie einem Polizisten in die Fänge lief, der ein echtes Ego-Problem hat: klein, machthungrig und nie zufrieden mit sich und vor allem mit der Welt nicht. Und dann kommt ihm da eine Schulleiterin in die Quere, der man eine ‘reinbraten kann, und das macht er dann auch. Punkt. Dackel Hannibal bleibt allein Im Wald zurück und versucht, den Mond zu fangen, der heute wirklich erstaunlich nah scheint. Das treibt Strauss zusätzlich schier zum Wahnsinn. Da kann sie brüllen, wie sie will.

Strauss darf einen Anruf machen. Will soll kommen, ihre rechte Hand. Er soll in den Wald, den Hund holen. Strauss weiss nicht, dass die SchülerInnen beim Katzensee alles mitangesehen haben. Das mit der Leiche, die Verhaftung, dass Hannibal den Polizisten gebissen hat; sie finden ihn im Wald. Den Mond hatte er da noch nicht heruntergeholt. Er bellte den Katzensee an- Inbrünstig. Der Katzensee ist so moorig, dass es selbst dem See ab und an zuviel ist. Das muss raus. Er rülpst manchmal gigantisch. Das Geblubber macht Hannibal ganz nervös.


138 - "Neue Seldwyler Geschichten, Dritte Serie" Klasse 2. Sek Ba (Lehrerin: Alexandra Boll), Schule Riedenhalden. Schreibcoach: Monica Cantieni. Im Rahmen von 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller, unterstützt vom Lotteriefonds des Kantons Zürich.


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