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Für Orte die Worte finden im Schreib-Glück @ JULL


In New York

Ein kleines Hafencafé lag über dem Sand. Gelegentlich schlugen die Wellen ans Ufer und zogen sich dann wieder in den Ozean zurück. Nur wenige Kunden bestellen etwas zu essen oder zu trinken. Und es war sicher, dass das Hafencafé bald schliessen würde, es war nur eine Frage der Zeit. Im Inneren war es mit Antiquitäten und weichen Kissen gefüllt, aber wirkte doch leer. Die Tapete war sanft und tat dem Auge nicht weh. Farben wie ein Gemisch aus Weiss und Grau verunreinigten die Wände.

von Karin, 9 Jahre (Original auf Englisch, übersetzt von S. Herrmann)

Ich rannte! Ich spürte, wie sich die Muskeln meiner Weggefährtin anspannten. Die Jagd begann. Plötzlich nahm ich eine Bewegung wahr. Ein Springbock! Wir jagten dem geschwächten Tier nach. Meine Schnurrhaare berührten schon die Flanken des Springbocks. Ich spürte seine Müdigkeit. Dann biss ich zu. Ich hatte dem Tier die Kehle durchgebissen.

von Mara, 11 Jahre

In der Küche

Ich schaue in den Kühlschrank und schon spüre ich die Kälte auf meinen Armen. Da es nicht Leckeres im Kühlschrank gibt, schliesse ich die Tür. Plötzlich steigt mir der Geruch von warmen Plätzchen in die Nase. Ich mache mich auf die Suche und stosse mit dem Kopf gegen das Backblech. Ein ohrenbetäubender Krach ist zu hören.

von Diana, 10 Jahre

Ich liebte die Morgenstunden im Dschungel. Ich war spät dran heute, die Luft war schon heiss und schwül. Ich fühlte den Dunst auf meinen nackten Armen. Die Vögel zwitscherten laut im Gebüsch. In einiger Entfernung brüllte ein Jaguar. Wie schön die Blumen blühten (...) Auf den ersten Blick wirkte alles eintönig grün, doch wenn man genau hinsah, sah man die vielen bunten Tupfer. Ihr Duft benebelte meine Sinne.

von Raja, 12 Jahre

Jerusalem

In Jerusalem am Strassenrand riecht es fein nach Essen. Es riecht nach salzigem Essen. Ich höre dazu einen schönen Gesang von Vögeln, die zwitschern. Es klang nach einem fröhlichen Lied.

von Chiara, 11 Jahre

Im Hasenbau

Im Hasenbau rieche ich viele Karotten. Ich sehe drei Hasen, ein kleines und zwei Erwachsene. Ich fühle weiches Fell. Schnurren tuen sie.

von Lili, 11 Jahre

Der Kobold im Schlossverliess

Hallo, ich bin Jonas und 112 Jahre alt und seit 22 Jahren lebe ich in diesem dunklen, feuchten, kalten, alten Verliess. Zum Glück habe ich eine Menge Essensvorräte und übrigens ich bin ein Kobold. Hier in der Einleitung wirst du erfahren, was ein Kobold wie ich kann. Ich bin unsichtbar für Menschen und wenn ein anderes Fabelwesen hier ist, juckt es mich, bis ich verstanden habe, warum es juckt...

von Morris, 9 Jahre

Bunker im 2. Weltkrieg

Jack fand ein Loch im Boden: «Was ist das», dachte Jack nach. Plötzlich sah er Stufen, die nach unten führten. Er stieg hinunter. Es roch modrig. Jack hatte weiche Knie. «Soll ich da wirklich reingehen?», fragte ich insgeheim. Hier unten war es kalt. Sehr kalt. Es brannte Licht. Jack machte die Augen zu, wieder auf und was er sah, war umwerfend...

von Heddy, 10 Jahre

Schreib-Glück wird geleitet von der Poetin Svenja Herrmann. Mehr zum Projekt gibts auf ihrer Homepage.


JULL Junges Literaturlabor, 

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