"Augenblick" - Lesung der Gewinner*innen des 14. Ü70-Schreibwettbewerbs

Beim Ü70-Schreibwettbewerb können exklusiv Autor/innen über 70 Jahre Texte einreichen. Das Thema der 14. Ausgabe lautete «Augenblick». Eine Fach-Jury wählte aus 326 eingegangenen Beiträgen 9 Texte aus. Deren Autor*innen wurden zu dieser Lesung nach Zürich eingeladen. Danach reitsen sie ins (Höhen-)Schreibtrainingslager mit Schreibcoach Richard Reich nach St. Moritz.

Es traten auf:

Irma Frei-Hänggi (CH), «Fernamt Basel»

Aaron S. Geissmann (CH), «Chrieg und Fride»

Werner Hardam (De), «Stalin ist mein bester Freund»

Liliane Locher (CH), «Ougeblick»

Walter Mosimann (CH), «Im Ruhestand»

Ursula Rychen (CH), «Unschuld»

Klaus Urban (De), «Ein Augenblick Leben – Sie»

 

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Jutta Dornheim (De), Toni Mathies (CH), Walek Neumann (De), die leider nicht teilnehmen konnten.

Fotos: Suzanne Schwiertz

Reformation - emotional und unterhaltsam

Vier Autor*innen, vier historische Figuren – eine literarische Zeitreise

 

Das Leben vergangener Zeiten ohne technische Hilfsmittel so lebendig werden zu lassen, dass es uns auch heute ans Herz geht  – das kann nur Literatur. Die Storys der vier Reformationsnovellen, verfasst im Reformations-Jubiläumsjahr (und als JULL-Bücher publiziert), sind reine Fiktion. Und doch folgen sie getreu den Fakten wahrer Lebensläufe.
Lea Gottheil und Johanna Lier geben uns in „Morgentau“ und „Froze to Death“ Einblick in das Denken und Fühlen zweier Gottessucherinnen aus dem 19. Jahrhundert. Diese Frauen sind gnadenlos mit sich selbst und ihren Körpern. Die Novellen erzählen, wie der Glaube im 19. Jahrhundert für viele Frauen auch euphorische Befreiung sein konnte – zu einem hohen Preis.
Lorenz Langenegger und Richard Reich bewegen sich in „Zwei Leben“ und „Der Leihsohn“ im Kielwasser männlicher Herrschaft. Sie erzählen, wie die Fassaden zweier privilegierter Männer – ein erfolgreicher Heerführer und ein verwirrter Schnösel – angesichts des drohenden Todes bröckeln und nackte Emotionen zum Vorschein kommen.

Es lasen: Lea Gottheil, Johanna Lier, Lorenz Langenegger, Richard Reich

Moderation: Gerda Wurzenberger

 

Die Historikerin Regula Bochsler hat die historischen Hintergründe der vier Personen (zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert) recherchiert.

Fotos: Toni Suter

55 Minuten Einblick in 5 JULL-Textküchen

JULLliest war ein quirliger Querschnitt aus laufenden Projekten. Zum Beispiel: Mehrere Klassen erfanden parallel «Neue Seldwyler Geschichten» – ein Langzeitprojekt im Rahmen von 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller. Angeregt durch real geschehene Ereignisse, entwickelten Klassen aus Stadt und Kanton Zürich eigenwillige Geschichten, die, ob erfunden oder belegt, sagenhafte Held*innen aus ihrer Lebenswelt ins Zentrum des Geschehens stellen: einen Busfahrer, der besonders gemein ist. Oder eine Spielplatz-Königin, die alle tyrannisiert… Nebst diesen Kollektivschreiber*innen aus Rüti, Altstetten oder dem Kreis 4 waren auch Einzeltäter*innen am Start: unsere traditionsreichen Stadtbeobachter*innen, sprich junge Erwachsene, die kurze Ausschnitte aus taufrischen Texten lasen oder auch Miniaturen aus schon länger gehegten Werken. Wie immer wurden alle Schreibenden von ihren Schreibtrainer*innen begleitet.

Fotos: Toni Suter

JULL meets Junges Schauspielhaus

Schülerinnen und Schüler der Sekundarschulen Kappeli und Hirschengraben haben mit den Autor*innen Lea Gottheil und Lorenz Langenegger Texte geschrieben, in denen sie sich dem Phänomen Urknall nähern. Entstanden sind fantasiereiche
Begriffsdefinitionen, emotional aufgeladene Geschichten, biografisch geprägte Liedtexte, überraschende Dialoge.
Der Regisseur Daniel Kuschewski erarbeitete daraus zusammen mit dem Jungen Schauspielhaus szenische Universen, die im Kulturhaus KOSMOS für das Publikum begehbar, hörbar, sichtbar und erlebbar wurden.


Eine Auswahl der Texte ist nun im JULL Ready Print Nr. 19 erschienen und wurde von den Schülerinnen und Schülern an einer exklusiven Lesung im JULL präsentiert.

Fotos: Roland Iselin

Buchvernissage und Live-Lesung aus neuen Schulhausromanen und Museumsgeschichten

Die Klassen B3a, B3b, B3d der Sekundarschule Rümlang-Oberglatt haben mit den Autorinnen Renata Burckhardt, Johanna Lier und Suzanne Zahnd über mehrere Monate an ihren Schulhausromanen gearbeitet – zum Teil auch im Jungen Literaturlabor JULL in Zürich.
Entstanden sind spannende Geschichten um grosse Gefühle, Macht und Intrigen. Die fünf El Chappo Brüder aus Rümlang City zum Beispiel haben so einiges auf dem Kerbholz und sind im Auftrag ihres Vaters unterwegs, während in einer nächsten Geschichte David und Svenja in
New York mit tödlicher Eifersucht zu kämpfen haben. Die Romanheldin Daniela hingegen hat ihre Eltern bei einem Autounfall verloren, und jetzt verschwindet auch noch ihr kleiner Bruder John. Und auch im Roman Maria und Kuraz läuft nicht alles glatt: Eine unzerstörbare Mauer soll gebaut werden, jedoch die beiden Freunde wehren sich!


Mit kultigen Designerstücken haben sich die Klassen A3a und A3b der Sekundarschule Rümlang-Oberglatt anlässlich eines Besuches in der Sammlung des Museums für Gestaltung in Zürich auseinandergesetzt. Anschliessend wurde im JULL geschrieben. Dabei ging es mitunter um
die Frage, wie aus einer klassischen Parfumflasche oder einem kultigen Sparschäler eine mitreissende Geschichte wird. Gecoacht wurden die Jugendlichen von Autor André Vladimir Heiz.

Fotos: Toni Suter

Stuhlbeinstories "Reloaded": Dichten im "Museum für Geschichten"

Wie wird aus einem Stuhlbein eine Story? Und wie aus einem Sparschäler ein Drama?

In Kooperation mit dem Festival Blickfelder hat die Klasse AB1c aus der Sekundarschule Urdorf mit dem Autor Heinz Helle eigenwillige Geschichten geschrieben. Inspiriert wurden die Jugendlichen in der Sammlung des Museums für Gestaltung; zur Schreibtat schritten sie anschliessend an mehreren Nachmittagen im Jungen Literaturlabor.

Im Rahmen der Blickfelder-Eröffnung wurde in Museum für Gestaltung ein Best-of-Programm präsentier.

Fotos: Andrea Rist

Neue Schulhausromane aus Dübendorf

Seit 2017 schreiben Jugendliche der Sekundarschule Stägenbuck in Kooperation mit dem Jungen Literaturlabor Zürich ganze Romane, nämlich Schulhausromane.

 

Auch Gangmitglieder haben Gefühle! – «Rache ist süss» heisst das neue Werk der Klasse B1f, das die Schülerinnen und Schüler, gecoacht von Autor DANIEL MEZGER, verfasst haben. Darin geht es um knallharte Gang-Rivalitäten und gut vorbereitete Rachepläne. Ist Geschichten erfinden lügen? – «Die Geschichte der Lügerei» der B1e ist ein Thriller, in dem es um einen rätselhaften toten Comic-Autor geht, der gar wundersam wieder zum Leben erweckt wird. Doch das ist erst der Anfang einer turbulenten Story in der Story. Gecoacht wurde die Klasse von Autorin MAJA PETER.


An der Buchvernissage auf der Bühne der Oberen Mühle in Dübendorf lasen die jungen Schreibenden aus ihren Texten.

Fotos: Anouk Tschanz

Film ab und die Geschichte läuft im Kopf weiter oder wenn aus Filmszenen Geschichten werden

Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse der Primarschule Aussersihl haben sich zu klassischen Filmszenen, etwa aus Bäckerei Zürrer neue Szenen und Geschichten ausgedacht. Da wird der gute alte Bäcker Zürrer zum Roboter oder schliesst sich in einer nächsten Szene einer Mörder-Gäng an.

Atemberaubend und Spannend ist die neue Version auf jeden Fall. Unterstützt und gecoacht wurde die Klasse bei ihrer Drehbucharbeit von Regisseur und Drehbuchautor Karim Patwa und was es mit der Bäckerei Zürrer sonst noch alles auf sich hat, erfuhr das Publikum an der Live-Lesung unterstützt von den passenden Filmausschnitten.

Fotos: Toni Suter

CD-Taufe und Listening-Session

Mit Unterstützung der Autorin Monica Cantieni schuf eine Klasse der Sek Horgen (Lehrerin: Brigitte Unger) ein historisierendes Hörstück aus dem Leben von Arbeiter/innen: SABOTAGE IN DER SEIDENFABRIK, in den 1920ern angesiedelt, wurde im Juni 2018 an den Festspielen Zürich im Rahmen einer öffentlichen Lesung samt Installation präsentiert. Im folgenden Herbst haben die Jugendlichen das Hörstück im Lauf von zwei intensiven Aufnahmewochen im JULL-Studio eingespielt, dies unter Leitung des Musikers und Hörspielregisseurs Martin Engler und mit Unterstützung der JULL-Auftrittstrainerin Irene Eichenberger. Nun wurde in der Horgener Old School CD-Taufe mit Live-Lesung gefeiert. Ausschnitte sind zu

hören auf JULLtube, zum Beispiel das sagenhafte Härdöpfelilied.

Fotos: Roland Iselin

Hörproben & Live-Lesungen zu "Rewriting the Bible" mit Jugendlichen der Atelierschule und Autor Michael Fehr

Als das Junge Literaturbor die Idee «Rewriting the Bible» erstmals an der Atelierschule vorstellte, war die Reaktion der Jugendlichen: «Was genau hat das mit uns zu tun?» – Und genau das ist die zentrale Frage unseres Projektes: Was, bitte sehr, hat die Bibel, genauer das Neue Testament, heute noch mit uns Menschen zu tun? Und was mit Jugendlichen des 21. Jahrhunderts??
Um Antworten darauf zu finden, baten wir als Erstes den früheren Grossmünster-Pfarrer Werner Gysel, eine Auswahl zentraler Motive aus dem NT zu treffen. Gysel entschied sich für zwölf Textstellen, vom «Barmherzigen Samariter» (Lukas) bis zu «Was den Menschen verunreinigt» (Matthäus). Für diese «Klassiker» suchten die Jugendlichen in je einem Workshop neue Sicht- und Erzählweisen, gecoacht vom Autor und Musiker Michael Fehr – worauf sie die neuen Texte in guter alter Predigt-Tradition im JULL-Tonstudio einlasen.

 

Diese «Tonkeller-Predigten» wurden erstmals öffentlich im JULL präsentiert.

Fotos: Suzanne Schwiertz

Buchvernissage mit Live-Lesung

Die Sekundarschule Feld in Zürichs Kreis 4 ist die dritte JULL School-in-Residence. Seit Sommer 2018 haben gleich drei Feld-Klassen mit "ihren" Autor*innen eigene JULL-Romane verfasst.

Nach getaner Schreibarbeit hat der Illustrator Markus Roost in enger Zusammenarbeit mit den Jugendlichen drei Buch-Covers kreiert. Und passend zu dieser nahezu magischen Bilderwelt fand die Buchvernissage der neuen JULL-Prints im Filmpodium Zürich statt, wo bekanntlich seit je die grossen Klassiker der Leinwand daheim sind.

Anwesend waren auch die drei Schreibtrainer*innen André Vladimir Heiz, Richard Reich und Eva Rottmann und Cover-Art-Coach Markus Roost.

Die drei JULL-Prints PARA PARA!, LIEBEMATIK und UNSER MAGISCHES BUCH gibt's ab sofort in unserem Shop zu kaufen.

Fotos: Alberto Cirigliano

Buchvernissage und Live-Lesung mit 77 jungen Autor*innen

Nicht nur in der Zwingli-Stadt Zürich, auch draussen im Kanton gibt es unzählige Reformationsgeschichten, die erzählt werden wollen. Zum Beispiel im Weinland, wo der Geist der pietistischen Sekten-Gründerin Margarethe Peter spukt. Oder in der Au, wo einst der Ritter Hans Rudolf Werdmüller sein (Un-)Wesen trieb. Oder in Männedorf, aus dem die Weberin Dorothea Trudel mit ihren sagenhaften Heilkräften ein «Jerusalem am Zürichsee» machte. Oder in Kappel am Albis, wo 1531 neben Ulrich Zwingli auch dessen Stiefsohn Gerold Meyer von Knonau in der Schlacht umkam. Ja, und dann war da noch die religiös erleuchtete Armenfürstin Barbara Juliane von Krüdener, die sich von Zürich aus quer durch den ganzen Kanton predigte, bevor sie ausgeschafft wurde …


Von diesen 5 Persönlichkeiten liessen sich 5 Schulklassen aus denselben Gegenden zu eigenen Romanen animieren. Die Schreibarbeit fand teils in der Schule statt, teils im Jungen Literaturlabor JULL in Zürich, welches das Projekt auch verantwortet. Unterstützt wurden die 77 Jugendlichen von den 5 Autor*innen Johanna Lier, Lea Gottheil, Meral Kureyshi, Lorenz Langenegger und Richard Reich, die zu den erwähnten Figuren ihrerseits eine eigene Reformationsnovelle verfassten.
Alles in allem sind so 10 besondere Texte entstanden, die je zu zweit in 5 schmucken Büchlein erscheinen und nun an dieser grossen Buchvernissage mit Live-Lesung präsentiert wurden!


Die beteiligten Schulklassen:
Klasse 2A/B, Sekundarschule Kreis Marthalen, Lehrer: Roman Bernath
Klasse 1/2/3 C, Sekundarschule Männedorf, Lehrer: Toni Meili
Klasse 1B-1, Sekundarschule Kappeli, Zürich, Lehrerin: Eva Wartmann
Klasse LMT TRGE 17/20, Berufsschule Strickhof Au/Wädenswil, ABU-Lehrer: Richard Schneider
Klasse 2.2, Sekundarschule Hausen a. Albis, Lehrerin: Irene Coradi


History-Coach: Regula Bochsler

Die JULL-Prints Nr. 20-24 «Zürcher Reformationsnovellen I-V» gibt's in unserem Shop.

JULL meets Kunsthaus Zürich

"KRIEG + FRIEDEN" und "ARMUT - CHAOS - REICHTUM", diese Themen haben die beiden Sekundarschulklassen aus Zollikon und Winterthur bei ihrem Rundgang in der Sammlung des Kunsthaus Zürich am meisten bewegt. Zu einzelnen ausgewählten Bildern verfassten sie im Anschluss eigene Texte und Geschichten. Begleitet wurden sie dabei von der Kunstvermittlerin Eveline Schüep und von der Autorin Renata Burckhardt. Am Tag der offenen Tür lesen die 38 Jugendlichen im Kunsthaus aus der dazu erschienenen Publikation, die einen überraschenden Blick auf Werke der Sammlung ermöglicht. Die Broschüre wird künftig im Kunsthaus Zürich aufliegen.

Das JULL-Print Nr. 19 «ARMUT - CHAOS - REICHTUM / KRIEG + FRIEDEN» gibt's in unserem Shop.

«Ketzer, Kometen & 1 Kopf kürzer»

Im Herbst 2018 traf sich die Klasse 2b des Gymnasium Unterstrass im Wochenrhythmus mit dem literarsichen Verwandlungskünstler Gion Mathias Cavelty (Schreibcoach) und der mit allen reformatorischen Wassern gewaschenen Katholikin Regula Bochsler (History Coach) zu konspirativen Schreibtreffen im JULL. Thema: «Livestyle zur Zeit der Reformation».

Herausgekommen sind 19 Erzählungen und ein Gedicht, die uns in jene Epoche entführen, als durch Zwinglis revolutionäre Reformation das Leben in dieser Stadt explosiv war und von so manchem Abgrund bedroht.

Stilgerecht feierten wir das Endprodukt dieser mehrmonatigen Arbeit: einen schmucken Band namens «Ketzer, Kometen & 1 Kopf kürzer. Life- und Deathstyle zur Zeit von Zürichs Reformation» mit einer Lesung und 4-Gang Menü im traditionsreichen Restaurant KINDLI in Zürich.

Das JULL-Print Nr. 18 «Ketzer, Kometen & 1 Kopf kürzer» gibt's in unserem Shop.

#GISELLE oder Die Rettung der Menschheit

Seit Sommer hat die Autorin und Musikerin Suzanne Zahnd intensiv mit zwei Klassen der Sekundarschule Falletsche, Zürich Leimbach im JULL gearbeitet. Ihr Auftrag: Erdichten eines modernen Tanzlibrettos zum romantischen Ballettstück «Giselle». Der so entstandene Text dient nunmehr als Basis des Tanzstücks #Giselle, das im Juni 2019 am Festival Blickfelder 19 gezeigt wird – durchgeführt vom Ballett des Opernhauses mit den Leimbacher Jugendlichen als Darstellenden. Vorher aber markierte eine öffentliche Werkstattlesung auf der Studiobühne den Abschluss der Textarbeit: Die jungen Autor/innen lasen aus ihrem Libretto und feiern die Vernissage des dazugehörigen JULL-Büchleins.

Das JULL-Print Nr. 17 «#GISELLE oder Die Rettung der Menschheit» gibt's in unserem Shop.

Seit Sommer 2018 haben sich Schülerinnen und Schüler der Klassen der Sekundarschule Kappeli, Zürich Altstetten, mit den Autor/innen Werner Rohner und Ulrike Ulrich regelmässig im JULL getroffen und zahlreiche Texte rund um die Menschenrechte verfasst- unter tatkräftiger Mithilfe der Lehrer/innen Stefan Küng, Mare Willuweit und Felicia Cordey.

Die Lesung fand im 'Blauen Saal', Volkshaus Zürich, statt.

Fotos: Roland Iselin

Das JULL Ready Print Nr. 14 «Mensch ist Mensch» gibt's in unserem Shop.

Im Rahmen des diesjährigen Literaturfestivals "Zürich liest" gab es eine Palette von Kürzestlesungen: vom botanischen Mini-Drama über Dichtungen zum Lifestyle zur Zeit der ZH-Reformation (History-Coaching: Regula Bochsler) bis hin zu einem Ausschnitt aus einem eben eingespielten Hörstück «Sabotage in der Seidenfabrik», das mit Schreibtrainerin Monica Cantieni in Kooperation mit den Festspielen Zürich zustande kam. Auch beim Vorlesen werden die jungen Autor*innen von ihren Schreibcoaches begleitet, nämlich von: Gion Mathias Cavelty, Daniel Mezger, Richard Reich und Suzanne Zahnd.

Tags darauf lasen die Sieger/innen des Ü70-Schreibwettbewerbs. Beim Ü70-Schreibwettbewerb können exklusiv Autor/innen über 70 Jahre Texte einreichen. Das Thema der 13. Ausgabe lautete «Blau». Eine Fach-Jury wählte aus knapp 180 eingegangenen Beiträgen 7 Siegertexte aus, deren Autor*innen zu dieser Lesung nach Zürich eingeladen wurden und danach ins (Höhen-)Schreibtrainingslager mit Schreibcoach Richard Reich nach St. Moritz abreisten. Es traten auf: Doris Helm Steiger, Gerd Meyer-Anaya, Elfriede Riegler, Ute Ruf, Ingritt Sachse, Margarete Schultze und Friederike Weisse.

Ab 25. Juni hielt eine Klasse des Gymnasiums Unterstrass auf Einladung der
Evangelischen Gesellschaft Zürich in der St. Anna Kapelle eine Studienwoche
ab. Dabei war das geschichtsträchtige Gotteshaus an der St. Annagasse 11
samt dem umliegenden Bahnhofstrasse-Quartier gleichzeitig Austragungsort
und Thema. «(St.) Anna» kann verweisen auf: die Mutter Gottes, Zwinglis Frau
Anna Reinhart oder auf den St. Anna-Hof, diesen zentralen kommerziellen
Anlaufpunkt nicht zuletzt für junge Menschen in dieser Stadt.

Begleitet von der Autorin Johanna Lier und dem Schauspieler, Musiker und Hörspielmacher Martin Engler konnten die Jugendlichen alle möglichen Geschichte(n) recherchieren, nach- oder neuerzählen - und diese zum Abschluss an einer Werkstattlesung in Wort, Video und Ton präsentieren. Abgerundet wurde der Anlass durch einen «Reformations-Apéro», den die Jugendlichen unter der Ägide der Köchin und Kunsthistorikerin Martina Schwaninger (Kaffeehaus zur Weltkugel @ JULL) eigenhändig erfanden.

Wer war die Frau, die am Anfang des Bibelheims Emmaus steht?
Was beeindruckt junge Menschen von heute an ihr?
Schülerinnen und Schüler der Oberstufe Männedorf (Lehrer: Toni Meili) haben zusammen mit der Autorin Lea Gottheil recherchiert und dazu Texte geschrieben

Nun lasen sie daraus vor an einer Spezial-Lesung im Bibelheim Männedorf, Alters- und Pflegeheim Emmaus.

Die 5. Klasse der Schule Seefeld (Lehrerin Flurina Hoessly) unterstützte den Schriftsteller Jens Steiner bei der öffentlichen Präsentation seines ersten Kinderbuches 'Die Bratwurstzipfel-Detektive' (Ravensburger Verlag). Die Schülerinnen und Schüler haben dazu nicht nur das Buch in der Schule gelesen, sondern sie schrieben selber davon inspiriert Texte, zum Beispiel einen anderen Schluss.

Auch die Buchvernissage fand ebenfalls unter Beteiligung der Klasse im JULL statt.

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