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Neues von den Stadtbeobachter/Innen


„Ja, was machen wir eigentlich hier?“, wiederholt eine Stadt-/Reformationsbeobachterin lachend und begrüsst das neue Mitglied, das heute mit am Tisch sitzt und wissen will, was heute passiert. Die Stadtbeobachtungen sind schnell erzählt, länger dauerts mit den Erklärungen zur Reformation. Aber ganz anders klingen die Reformationsbeobachter/innen heute denn noch vor einem halben Jahr. Sie haben viel dazu gelernt, auch, dass man – oh mein Gott, wie beruhigend! – nicht religiös werden muss, um über ein Reformationsjubiläum zu berichten.

Darüber zu berichten weiss M heute besonders viel: Sie hatte sich das Pussy Riot-Konzert in der Gessnerallee angesehen, die Ausstellung von Rob Pruitt in der Kunsthalle und jene zum Wort im Strauhof. Aus jedem Besuch liegt heute ein fertiger Text vor: sie liest sie vor, wir hören zu. Unterdessen fällt es den Reformationsbeobachter/innen leichter, einen Anfang und ein Ende zu finden. Also sprechen wir heute über die Kunst des Kürzens: L, ebenfalls neu in der Gruppe, liest uns ihren Textentwurf zum Buchdruck vor und wir lachen alle, wie sie in 1300 Zeichen von Gutenberg zum Internet springt. Der Sprung ist abrupt, aber gefällt – wir sind uns einig, dass sie ihn so stehen lassen soll. Wo aber denn dann kürzen?

Doch die Reformationsbeobachter/innen lassen sich vom Kürzungsprozess nicht einschüchtern und suchen bereits munter nach neuen Ideen: N will noch immer mehr zu den Würsten bei Froschauers legendärem Wurstessen wissen, obwohl sich eine Spur nach Konstanz verloren hatte. Bleiben noch die Metzgerzunft und das Wurstmuseum im Widder. Die Wurst führt zum Fasten und so wirft jemand die Frage in die Runde: Fasten Reformierte eigentlich? Die Frage kommt auf die Liste. S erzählt von einem Theaterstück zu Erasmus, das demnächst auch während dem Zürcher Reformationsjubiläum aufgeführt wird. C fragt nach dem Unterschied zwischen evangelisch, reformiert, protestantisch und katholisch. Niemand weiss die genaue Antwort, also geht sie heute mit dieser Frage nach Hause. Und was ist mit Musik, fragt L zum Schluss: Musik und Reformation, war da was? Auch diese Frage kommt auf die Liste.

Die Reformationsbeobachter/innen treffens ich das nächste Mal am 11. April von 17-19 Uhr im JULL.

Alle Stadt- und Reformationsbeobachtungen sind auf dem Stadtbeobachter-innen Blog nachzulesen.

Projekt 72 - Reformationsbeobachter/innen (a.k.a. Stadtbeobacher/innen) - Jugendliche denken schreibend über Reformation, Kirche, Glauben... nach. Gefördert und im Rahmen von ZH-REFORMATION.CH und in Zusammenarbeit mit der Zeitung reformiert. Schreibcoaching und Redaktion: Gina Bucher.


JULL Junges Literaturlabor, 

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