Suche

Freizeit? Gab es nur noch zuhause.


Ein paar Sätze und Ausschnitte - aus Rümlang

***

Auf die Baustelle kamen viele Politiker und die Presse, um über das Geschehen zu berichten. Es wurde immer gefährlicher. In der Zwischenzeit nämlich hatte der Mörder bereits drei weitere Morde durchgeführt, aber niemand wusste, wer der Mörder war. Er war immer noch auf freiem Fuss. Die Polizisten waren auf Alarmbereitschaft. Bruno und Maria schrieben sich jeden Tag, sie konnten sich nicht mehr treffen, denn die Mauer verhinderte alles, aber wegen des Mörders durften sie nicht mal mehr rausgehen. Alle hatten Hauslehrer. Freizeit? Gab es nur noch zuhause. Der Mörder griff Kinder und junge Erwachsene an. Das Schlimmste war. Niemand wusste, wer der nächste war. Und die Polizisten hatten keine Ahnung, wie sie den Mörder stoppen konnten.

***

Maria aber wurde verboten, mit den Menschen aus Rümlang zu reden. Sie wurde von ihren Eltern sogar gezwungen, einen neuen Freund zu suchen. Marias Mutter hiess Gertrud, ihr Vater Joseph. Brunos Mutter hiess Ursula, sein Vater Hansi. Bruno und Maria vermissten sich so sehr, dass sie jeden Tag zur Mauer gingen und durch die Mauern hindurchschauten. Sie machten auf Snapchat einen Plan, wie sie die Mauer umgehen könnten. Auch Maria grub nun unter der Mauer eine Grube.

***

Baby komm komm komm, lass uns fliegen

bis zur Wolke 7

Baby ich kann nicht mehr warten

ich will endlich deinen Nachnamen tragen

In meinem Mercedes hast du Komfort

lass uns losfahren, und zwar sofort

Du fragst wieder, wohin es geht

dorthin wo meine Liebe zu dir steht

Baby komm komm komm, lass uns fliegen

Baby bis zur Wolke 7

Baby ich kann nicht mehr warten

ich will endlich deinen Nachnamen tragen

Es gibt etwas, das zu 100% nicht passieren wird

Wir gehen nicht nach Oberglatt

weil Rümlang regiert

Dazu kommt, es sind alles Uncoole

weil sie gehen alle in die 53er Schule

Baby lass mich dich in meinem Mercedes abholen

und wir gehen zusammen Oberglättler überrollen.

***

Bruno wurde alles zu viel im Kopf. Deswegen begann er zu trinken und zu kiffen. Er ging nachhause, fand bei seinem Vater eine Flasche Wodka und eine Zigipackung. Er nahm alles mit und ging raus, an einen Ort, wo ihn niemand entdecken konnte. Er war so besoffen, dass er nicht mehr nachhause gehen konnte. Also blieb er einfach dort liegen und schlief ein. Am nächsten Morgen wachte er auf und wusste nicht, wo er war. Aber er hörte ein paar Stimmen, die irgendwas redeten. Er hörte richtig hin und merkte, dass Oberglatt Rümlang vermisste. Und Bruno vermisste Maria! Was konnte er tun? Da fiel ihm ein, dass er einen Freund hatte, der nach vielen Jahren Experimentieren und Bauen zum ersten Mal endlich Flügel hatte, die funktionierten. Der Freund hiess Stefan.

***

Projekt Nr. 104 - Schulhausroman / JULL-Roman. Klasse B3a (Lehrerin: Aylin Schneider), Sekundarschule Rümlang-Oberglatt. Schreiboach: Renata Burckhardt.


JULL Junges Literaturlabor, 

Die Provinz GmbH - Gemeinnützige Gesellschaft für Kulturprojekte

Bärengasse 20, 8001 Zürich

T +41 44 221 93 81, office@jull.ch

Bankverbindung (ZKB Zürich): IBAN-Nr. CH84 0070 0110 0057 4440 9

Impressum

  • White Twitter Icon
  • White Facebook Icon
  • White SoundCloud Icon
  • Weiß Instagram Icon
  • Weiß Vimeo Icon
  • Weiß Twitter Icon

JULL official

JULL inofficial