Bikinis und unterschiedliche Geschwindigkeiten

Heute waren zwei da, die nicht da waren, als wir letzte Woche im Museum waren. Damals ging es darum, dass sich alle ein Objekt aus der Sammlung aussuchen, über das sie dann schreiben. Zum Glück hatte ich letzte Woche im Museum einen komischen alten Bikini fotografiert, über den bisher niemand schreiben wollte. Als die beiden vor mir standen und mich fragten, was sie machen sollen, sagte ich, wer von Euch hat Lust, über einen komischen alten Bikini zu schreiben? Einer machte es, sehr schnell und sehr lustig.

Andere waren weniger schnell. Während die einen fertige Krimis über mit Gin vergiftete Agenten überarbeiteten, oder eine Fantasystory über ein fliegendes Dreirad brutal in einer Entenjagd enden liessen, probierten andere lieber noch ein drittes Mal einen neuen Anfangssatz aus. Und fanden ihn, endlich, den perfekten Beginn einer Gruselgeschichte über einen sprechenden Stuhl: nachts, alleine im Bett, in völliger Dunkelheit. Und plötzlich ein unerklärliches Geräusch.

Heinz Helle

Projekt Nr. 109 - "Wie wird aus einem Stuhlbein eine Story?" Klassen AB1c (Lehrer: Marcel Achermann), Sekundarschule Urdorf, BC2b (Lehrerin: Sabrina Häberli), Sekundarschule Uster, A3a und A3b (Lehrer: Joël Michard), Sekundarschule Rümlang-Oberglatt, 6. Klasse B2.02 (Lehrerin: Maja Bangerter), Schulhaus Kügeliloo. Schreibcoaches: Renata Burckhardt, André Vladimir Heiz, Heinz Helle und Ulrike Ulrich. In Zusammenarbeit mit dem Festival Blickfelder 2019.

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