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Friedhofsgeschichten




Zwei Freundinnen


Wenn S. stirbt, werde ich über sie sagen: S. starb mit 13, einem sehr jungen Alter. Sie war eine sehr liebende Person. Ich kannte sie, seitdem wir lebten. Seitdem wir lebten, waren wir unzertrennlich. Sie wohnte direkt unter mir, das war das Beste. Sie liebte Schokolade, Mcs und natürlich auch mich. (Das hoffe ich zumindest). Sie war sehr schlecht in Deutsch. Für mich war sie wie eine Schwester. An ihrer Beerdigung zog ich ihre Kleider an und ließ Wap laufen. Ich bereitete Essen zu und feierte mit ihr. Ich werde sie niemals vergessen. Ihr Zimmer wird nun auch mein Zimmer sein. Ich liebe sie für immer und ewig. E.


Wenn E. stirbt, werde ich über sie sagen: E. war eine liebe Person. Manchmal. Sie war sehr schön und vor allem sah sie süss aus, wenn sie Pringels Chips ass. Ich kannte sie, seitdem ich geboren worden bin. Wir waren unzertrennlich. Ich bin sehr stolz, dass wir 12 Jahre lang befreundet waren. Sie liebte Mcs. Sie war schlecht in Mathe. Ich liebte ihre Kindergartenfrisur. E. war sehr stark. Ich liebte E., auch wenn sie mich schlug. An ihrer Beerdigung feierten wir ihr Leben mit Musik. Ich hinterliess ihr ein Happymeal. S.



Der illegale Sex


Zwei Tote unterhalten sich.

Der eine sagt: «Ich höre jeden Tag Leute, die sich auf meinem Grab prügeln. Also ging ich schauen und es waren meine Kinder, die sich um mein Erbe streiten.»


«Das ist nicht mal halb so schlimm wie bei mir», sagte der andere Tote. «Ich höre jeden Samstag meine Tochter beim Sex. Sie kommt extra zum Grab, weil ich mal gesagt habe, dass sie keinen Mann bekommt, wenn sie raucht. Jetzt kommt sie jeden Samstag mit einem neuen Mann, hat Sex auf meinem Grab, raucht dabei einen Joint und ruft: Siehst du, Papa!»




 

180 - "Friedhofsgeschichten Sihlfeld". Schule Sihlfeld, 4. Klasse (Lehrer André Kunz). Schreibcoach: Eva Rottmann


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