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Neues vom Freien Abend


Heute war wieder Freier Abend mit Ruth Schweikert.

Hier ein paar Ausschnitte von Texten, die an diesem Abend im JULL entstanden sind: „Was passiert ist?“, wiederholte ich. Sander nickte. Die beiden auf seiner Nasenwurzel aufeinander zulaufenden Falten verliehen seinem Gesicht etwas Besorgtes. Ich überlegte. War es ein Überfall? Ein Entreissdiebstahl? Ein Angriff auf die persönliche Integrität? Der Fleck auf der Tischplatte hatte die Form von Island. Eine Naturkatastrophe? Am ehesten eine Naturkatastrophe. Ja, so könnte man es benennen und ich sagte, „es ist eine Naturkatastrophe passiert“.

Ein Wimpernschlag nur und die Welt tat sich auf. Das schon.

Wenn Marie rennt, blickt sie auf, zu den Baumwipfeln, sieht die in den Himmel ragenden kahlen Äste. Sie sieht den Baum, die in den Himmel ragenden Äste, sie sieht den Himmel, sie sieht alles. Ein Augenblick des Glücks. Sie rennt weiter und weiter und lächelt. Wenn ich nicht mehr renne, bin ich tot, sagt Marie.

Zertrümmere ein Bild. Und dann knoble und brüte über den Fragmenten. Vielleicht findest du eine Neuanordnung, die eine wunderschöne Dramaturgie ergibt. Vielleicht auch nicht.

Wenn vierzig Würste für dreißig fröhliche Menschen im Park, am See auf dem Grill braten, statt zwei für einen alleine in der Pfanne auf dem Herd, gewinnt das Glück an Üppigkeit.

Die Freien Abende finden einmal im Monat statt, jeweils mittwochs oder donnerstags. Die kommenden Termine findet man hier.


JULL Junges Literaturlabor, 

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