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Und dann ist es plötzlich vorbei

  • 13. Juni 2019
  • 1 Min. Lesezeit

Ich sitze mit Irene im Zuschauerraum, um uns zwanzig leere Stühle. Auf der Bühne fünfzehn Schülerinnen und Schüler vom Ruggenacher 2. Sie warten. Wissen nicht so recht, wohin. Wir wissen es auch nicht. Gerade haben sie zum ersten Mal ihre Abschiedsrede am Stück gehalten, 7 kurze Abschnitte in verschiedenen Besetzungen, die wir vorher jeden einzeln mindestens dreimal gelesen hatten, inklusive Gesangseinlage und chorisch gelesenem Abschlusssatz. Wir haben noch etwas weniger als eine Stunde Zeit. Irene sagt, dass sie es schön fand, lustig und auch berührend, die Erleichterung ist ihnen anzumerken, ich glaube, mir auch. Und was jetzt? Noch ein Durchgang? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir nun, nachdem der Abschied zum ersten Mal voll und ganz ausgesprochen wurde, nicht einfach so zu technischen Details übergehen können. Ich glaube, das einzige, was wir jetzt tun können, ist gehen. Das Erlebte auf sich wirken lassen. Und darüber nachdenken, wie die Zukunft wird. Wir sehen uns auf der Generalprobe.

Projekt Nr. 108 - "Die Kunst der Abschiedsrede", verschiedene Klassen der Sekundarschule Ruggenacher, Regensdorf (Lehrerin: Regula Ofner). Schreibcoach: Heinz Helle.

 
 
 

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