Weimarer Tagebücher - Tag sechs
- 19. Juni 2019
- 1 Min. Lesezeit
Heute reisten die Schüler und Schülerinnen nach Frankfurt. Nach einem geschichtlichen Input zum ersten deutschen Parlament, dem «Deutschen Vorparlament» und der «Deutschen Nationalversammlung», welche im Jahre 1848/49 in Frankfurt tagte, besuchte die Gruppe noch den Frankfurter Dom. Es gab heute keinen Schreibauftrag, der Text im heutigen Blog entstand aus freien Stücken im Zusammenhang mit dem Dombesuch.
Logisch theologisch im Frankfurter Dom
Ich blicke hoch ans Kreuze zum Jüngling mit Dornenkranz scheinbar mit klarer Sicht dank materialistischer Distanz.
Es wird durch heilig Hallen heutzutage belanglos geschlendert ohne Bezug – mit der Gesellschaft hat sich die Gottesfurcht verändert.
Da ist einerseits der Katholik voll und ganz in des Papstes Händen. Mächtig sein, Geld aufsaugen und dabei fröhlich Kinder schänden.
Da ist andrerseits der Reformator der modernisiert statt antiquiert und dabei leider doch vergisst dass die Kirche eh verliert.
Dann gibts da noch den Moslem der wird nur meist verdrängt weil er, trotz Fanatismus meist doch bloss die Rechte bedrängt.
Zuletzt und doch an erster Stelle steht der Wissenschaftler, der beflissen mir erklärt die Thesen, logisch, in seiner Argumentation gerissen.
Gott ist tot – in den Köpfen der Menschen. Geistesabwesend spazieren wir durch leere Räume. «Im historischen Kontext ists doch recht spannend». In fünfhundert Jahren stehen hier wieder Bäume.
Missbilligt, Misshandelt, Missverstanden wurde das Bewusstsein und der Geist vom Menschen, der in moderner Frische des Genannten Inexistenz beweist.
Vergib mir, du Jüngling dort am Kreuze denn was ich tue, weiss ich wirklich nicht. Ich blicke nur zu dir hoch, mit meiner scheinbar klaren Sicht.
Ruben Fein, 18.06.19












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